Vorwort der Geschäftsleitung
Italien ertrinkt, Spanien verdorrt, Kanada brennt, über Südost-Asien fegen Zyklone hinweg. Zu den Bildern, die uns im Frühling aus der Emilia-Romagna erreicht haben, sagte der italienische Minister für Zivilschutz: „Nichts wird mehr sein, wie es vorher war.“ Wir haben die Welt zwar in Länder eingeteilt, aber auf dem Planeten reisen wir alle gemeinsam.
Die Temperatur in der Atmosphäre steigt schneller als erwartet. Dabei mangelt es nicht an Wissen, Technologie und Geld, diese Erhitzung aufzuhalten. Also tun wir es doch! Und bereiten wir uns vor. Extremwetter wird es auch in Österreich geben. Vulnerabel ist, wer nicht vorbereitet ist. Wir brauchen Aktionspläne für Extremwetter, eine Anpassung im Rettungsdienst, als Organisation einen kleineren CO2-Fußabdruck und eine Anpassung all unserer Angebote an die aktuellen Herausforderungen. An all dem arbeiten wir. Niemand arbeitet und lebt dabei als Einzelner, wir sind aufeinander angewiesen. Mehr als 90.000 Rotkreuzler:innen setzen Tag für Tag auf das Gemeinsame: die Kraft der Menschlichkeit - 75.000 von ihnen als Freiwillige.
Die Offensivkraft des Roten Kreuzes liegt nicht in schnellen Rettungswagen oder einer modernen IT. Das gehört auch dazu. Aber die wahre Innovationskraft steckt in den Mitarbeiter:innen, die sich von der Idee des Roten Kreuzes begeistern lassen, sie verkörpern und weitertragen.
Lesen Sie hier, was uns im letzten Jahr beschäftigt hat, und welchen Herausforderungen wir uns auch in Zukunft stellen.
Die Jahresbilanz kann sich sehen lassen: Sie ist Erfolg und Auftrag zugleich. Der Auftrag, auch weiterhin für die Menschen in Not da zu sein.
Michael Opriesnig, Generalsekretär
Peter Kaiser, Stv. Generalsekretär
Gerry Foitik, Bundesrettungskommandant, Mitglied der Geschäftsleitung